Mit Brady Scott ist derzeit ein nahezu unbekanntes Gesicht derzeit mit dem effzeh im Trainingslager: Wir stellen den amerikanischen Torhüter näher vor.

Durch die Verletzung von Thomas Kessler reiste ein neuer Name mit dem effzeh nach Kitzbühel: Der US-amerikanische Torhüter Brady Scott, gerade 18 geworden, ist seit Anfang Juli ein Spieler des 1. FC Köln. Für Nicht-Europäer ist 18 das Mindestalter, um einen Vertrag in Europa unterschreiben zu dürfen – der junge Schlussmann überzeugte bei einem Probetraining im Sommer derart, dass der effzeh ihm einen unterschriftsreifen Vertrag vorlegte.

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Nach dem fulminanten Einstand von Christian Pulisic bei Borussia Dortmund, der Beförderung von Haji Wright und Weston McKennie in den Profikader des FC Schalke 04 und der Verpflichtung von Jonathan Klinsmann durch Hertha BSC ist Brady Scott als nächster amerikanische Youngster in der Bundesliga angekommen, um den Durchbruch zu schaffen. Der Torhüter unterschrieb Anfang Juli einen Drei-Jahres-Vertrag in Köln, nachdem er zuvor bei De Anza Force in Metropolregion San Francisco aktiv war und ein Angebot der Universität in Virginia abgelehnt hatte.

Internationale Erfahrungen bei der U20-WM in Südkorea

Ursprünglich verpflichtet, um die Reservemannschaft zu verstärken, rückte der in Petaluma (Kalifornien) geborene Scott allerdings direkt in den Profikader auf, weil Thomas Kesslers Platz im Trainingslager in Kitzbühel aufgrund einer Verletzung vakant war. Dies markierte den nächsten Meilenstein im rasanten Aufstieg, den der junge Torhüter im vergangenen Jahr durchlaufen durfte. Als Stammspieler in den US-amerikanischen U18- und U19-Auswahlen war er auch Teil des US-Kaders, der bei den diesjährigen U20-Weltmeisterschaften in Südkorea bis ins Viertelfinale vorstoßen konnte.

Obwohl er nicht spielte – Klinsmann war der Stammtorwart – zieht Scott das Positive aus dem Turnier. „Die Erfahrungen, international spielen zu dürfen, waren ein Schlüssel in meiner Entwicklung“, sagte er top drawer soccer. „Wegen dieser Spiele glaube ich, dass das Anpassen an den deutschen Fußball wesentlich leichter sein wird.“

Der US-Amerikaner zweifelt nicht daran, dass der Wechsel ins Land des Weltmeisters der richtige Schritt für ihn war: „Deutschland produziert Weltklasse-Torhüter wie Manuel Neuer, Marc-André Ter Stegen, Kevin Trapp, Timo Horn und Bernd Leno. Ganz besonders in Köln, wo Horn und Sven Müller aus der Jugendabteilung hervorgegangen sind. Es gibt also einen klar erkennbaren Weg, in die erste Mannschaft zu kommen und der Verein mag es, eigene Spieler unter Vertrag zu nehmen.“

„In den nächsten Jahren werde ich mein Bestes geben“

Daran gibt es keinen Zweifel. Jonas Hector, Lukas Klünter und Salih Özcan, der kürzlich die prestigeträchtige Fritz-Walter-Medaille in Gold gewinnen konnte, sind andere Beispiele für junge Spieler, die eine Chance in der ersten Mannschaft in Köln bekommen haben – Scott möchte seinen Namen gerne in dieser Liste ergänzen. „Meine fußballerischen Ziele für die erste Saison in Köln sind so viele Spiele wie möglich. Ich möchte mich so sehr wie möglich verbessern“, sagt er.

„In den nächsten Jahren werde ich mein Bestes geben, um einen Platz in der ersten Mannschaft zu bekommen. Ich hoffe, dass ich immer noch ein Teil der US-amerikanischen Nationalmannschaften sein kann, um mein Land zu repräsentieren“, so Scott. Dass ein junger Spieler aus einem anderen Land Zeit braucht, um sich zu akklimatisieren, ist keine Überraschung – der effzeh bietet dem US-Amerikaner Deutschunterricht an, um ihm die Eingewöhnung so einfach wie möglich zu machen.

Es gibt also einen klar erkennbaren Weg, in die erste Mannschaft zu kommen und der Verein mag es, eigene Spieler unter Vertrag zu nehmen

An das Tempo musste er sich allerdings erst gewöhnen, wie er im Interview mit top drawer soccer zugab. Direkt in Kitzbühel ins kalte Wasser geworfen zu werden ist dementsprechend vielleicht gar keine schlechte Sache. Die erste Mannschaft des effzeh hat einen zusätzlichen Torhüter für den Trainingsbetrieb und der junge Amerikaner gleich die Möglichkeit, sich mit den Besten zu messen – eine sogenannte Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

Disclaimer: Teile dieses Textes wurden zuerst auf bundesliga.com veröffentlicht und anschließend mit freundlicher Genehmigung ins Deutsche übersetzt.

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