Abstiegskampf trifft Europapokal-Traum: Die Vorzeichen vor dem Augsburg-Spiel könnten unterschiedlicher kaum sein. FCA-Fan Andreas schildert uns im #FCAKOE-Auswärtsspiel die aktuelle Situation. 

Zu den Spielen unseres geliebten und glorifizierten ersten Fußballclubs Köln werden wir auch in dieser Saison einem Fan der gegnerischen Mannschaft ein paar Fragen stellen. Und weil Gegner ja immer irgendwie “auswärts” sind, egal ob der effzeh zu Hause oder auf fremdem Platz antritt, und weil die Sichtweise von “auswärts” kommt, heißt die Kategorie folgerichtig “Auswärtsspiel”. Wir sind nicht nur gespannt, wieviel effzeh in den Anhängern der anderen Bundesligisten steckt, sondern erwarten auch eine Einschätzung zur Situation der eigenen Mannschaft.

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Europapokal-Träume treffen auf Abstiegssorgen: Der effzeh reist nach Augsburg, die in den vergangenen Wochen auf den Relegationsplatz abgestürzt sind. Während für die Fuggerstädter jeder Punkt im Kampf um den Klassenerhalt zählt, wollen die Schützlinge von Peter Stöger weiter im Rennen um das internationale Geschäft mitmischen. Vor dem Duell #FCAKOE sprechen wir mit Augsburg-Fan Andreas Riedl, der seit Anfang 2016 unter rosenau-gazette.de über seinen Verein bloggt und für presse-augsburg.de die monatliche Kolumne „Einwurf aus der Rosenau Gazette“ schreibt, über die aktuell bedrohliche Situation beim FCA.

Nur zwei Siege aus den letzten zehn Spielen, der Absturz auf den Relegationsplatz. Was ist da los bei Euch in Augsburg?

Im Moment sind wir auf der Überholspur auf der Autobahn in Richtung 2. Liga. Wir haben in den letzten Spielen nicht nur verloren, sondern auch schlecht gespielt. Die Mannschaft hat keinen Kampfgeist gezeigt und den Kampf gegen den Abstieg bisher noch nicht angenommen. Es ist seit langem die schlechteste Phase des FCA und wir befinden uns momentan im freien Fall.

Im Unterschied zum letzten Jahr haben wir kein Konzept, von dem wir wissen, dass es seit Jahren funktioniert. Auch im letzten Jahr standen wir zwischendurch schlecht da, aber wir wussten, dass wir unter Markus Weinzierl noch jede schwere Phase überwunden hatten. Ob es diesmal wieder gelingt, steht in den Sternen.

Auch im vergangenen Jahr war die Ausgangslage eine ähnliche, am Ende schaffte der FCA den Klassenerhalt. Gelingt das diesmal erneut? Was werden die wichtigsten Faktoren sein?

Cologne's Danish defender Frederik Soerensen and Augsburg´s defender Philipp Max vie for the ball during the German first division Bundesliga football match of 1 FC Cologne vs FC Augsburg in Cologne, western Germany, on November 26, 2016. / AFP / PATRIK STOLLARZ / RESTRICTIONS: DURING MATCH TIME: DFL RULES TO LIMIT THE ONLINE USAGE TO 15 PICTURES PER MATCH AND FORBID IMAGE SEQUENCES TO SIMULATE VIDEO. == RESTRICTED TO EDITORIAL USE == FOR FURTHER QUERIES PLEASE CONTACT DFL DIRECTLY AT + 49 69 650050 (Photo credit should read

Foto: PATRIK STOLLARZ/AFP/Getty Images

Im Unterschied zum letzten Jahr haben wir kein Konzept, von dem wir wissen, dass es seit Jahren funktioniert. Auch im letzten Jahr standen wir zwischendurch schlecht da, aber wir wussten, dass wir unter Markus Weinzierl noch jede schwere Phase überwunden hatten. Ob es diesmal wieder gelingt, steht in den Sternen. Der wichtigste Faktor für den Klassenerhalt wird sein, ob die Spieler ihr Selbstvertrauen zurückgewinnen. Dafür müssen sie aus meiner Sicht den Kampf annehmen und sich das Selbstvertrauen über die Zweikämpfe zurück holen. Wenn der Glaube an den Erfolg unter Manuel Baum zurückkehrt, dann haben wir eine Chance.

Wie schlimm würde den FCA ein Abstieg treffen? Würde ein Komplettabsturz drohen?

Natürlich würde ein Abstieg sehr schmerzen. Allerdings sind wir schuldenfrei und haben in den letzten Jahren solide gewirtschaftet. Durch sechs Jahre Bundesliga ist das Gerüst in Augsburg deutlich stabiler geworden. Einen Komplettabsturz kann ich mir daher nicht vorstellen. Wir müssten aber wohl trotzdem einige Leistungsträger abgeben und die Mannschaft komplett umbauen. Das sportliche Konzept würde komplett in Frage gestellt und die Luft für Stefan Reuter erheblich dünner. Ein Abstieg könnte einen Umbruch mit offenem Ausgang nach sich ziehen. Ob wir so in der 2. Liga direkt wieder oben angreifen könnten, sei dahingestellt.

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