Im ersten Heimspiel des Kalenderjahres empfängt der 1. FC Köln den VfL Wolfsburg. Während in der Domstadt gute Zeiten herrschen, bleiben die Niedersachsen deutlich hinter den Erwartungen zurück. Das Vorspiel zu #KOEWOB. 

Die Stimmung beim 1. FC Köln könnte durchaus schlechter sein. Ein 0:0 in Mainz und ein 6:1-Sieg in Darmstadt stehen für die Stöger-Truppe 2017 auf der Habenseite. Und nun steht endlich das erste Heimspiel des Jahres auf dem Programm. Der Gegner? Kommt aus Wolfsburg und ist sowohl tabellen- als auch stimmungsmäßig derzeit weit von den Kölnern entfernt.

Die Niedersachsen begannen nach der Winterpause zwar mit einem 1:0-Sieg gegen den Hamburger SV, ließen dann aber eine 1:2-Niederlage gegen Augsburg folgen und stehen derzeit mit 19 Punkten nur auf dem 14. Tabellenplatz. Und das weiß auch Peter Stöger.

„Wir werden uns nicht auf die gute Stimmung verlassen“

„Wir werden uns nicht darauf verlassen, dass bei uns gute Stimmung ist und bei ihnen nicht“, erklärte der effzeh-Trainer daher auch wohlwissend ob der Situation im Vorfeld der Partie. „Das sind gute Spieler, die sind immer in der Lage, ihre Leistung optimal abzurufen. Sie haben eine hohe fußballerische Qualität. Auf die muss man sich einstellen.“ Das stimmt – die Wölfe haben in der Winterpause auf dem Transfermarkt noch einmal Spieler geholt, die großes Potenzial haben. Paul-Georges Ntep, ein pfeilschneller Winger, kam aus Frankreich. Yunus Malli wechselte zudem aus Mainz nach Wolfsburg und soll das neue Kreativzentrum der Mannschaft von Valerien Ismael werden. Und mit Riechedly Bazoer hat man sich auch im Zentrum noch einmal mit einem talentierten jungen Spieler versorgt.

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Doch, wie das so ist, funktionieren so tief greifende Änderung eben nicht sofort. Gegen Augsburg war ersichtlich, dass die Niedersachsen nach der idealen Startelf und einer spielerischen Identität suchen. Aus Kölner Sicht könnte das Duell mit dem angeschlagenen Volkswagen-Club also zur richtigen Zeit kommen – eben bevor die Wolfsburger sich gefunden haben.

Bittencourt verstärkt die Offensivabteilung

„Klar hat Wolfsburg andere Ambitionen. Ich glaube nicht, dass Wolfsburg auf Dauer da unten in der Tabelle bleiben wird“, erklärte Leonardo Bittencourt die Situation gegenüber der „Bild“-Zeitung. Der Kölner Außenbahnspieler war gegen Darmstadt in die Startelf zurückgekehrt und hatte prompt mit einer Vorlage seinen Anteil am Kantersieg gegen die Lilien.

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Auch am Samstag könnte Bittencourt ein Faktor werden – mit ihm in der Mannschaft kommt die Offensivabteilung der Geißböcke deutlich besser in Schwung. Und die Kölner können auch auf ihren eiskalten Vollstrecker Anthony Modeste setzen – das DFB-Sportgericht stellte die Ermittlungen gegen den Franzosen wieder ein, Modeste darf am Samstag auflaufen. „Eine vollkommen richtige Entscheidung“, findet Stöger.

Gute Optionen von der Bank

Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images

Erstmals im Kader stehen wird wohl auch Neuzugang Neven Subotic, wenngleich ein Einsatz von Beginn an wohl noch zu früh kommt. Grundsätzlich verfügt Stöger derzeit aber wieder über gute Optionen von der Bank. Mit Artjoms Rudnevs hat er den effizientesten Kölner Angreifer als Joker zur Verfügung und auch Milos Jojic konnte in Darmstadt mit einem Treffer neues Selbstbewusstsein sammeln. „Unser Konkurrenzkampf hat viel mit Mannschaftsgeist zu tun“, erklärte Peter Stöger nach dem Sieg in Darmstadt. „Jeder weiß, dass wir alle Spieler brauchen und jeder seinen Teil dazu beitragen muss, damit wir unsere Ziele erreichen.“ Dass der Österreicher seine Startelf großartig verändern wird, darf dennoch als unwahrscheinlich gelten. „Leistungstechnisch gibt es keinen Grund etwas zu verändern“, gibt Stöger einen Einblick in seine Überlegungen, hält sich kurzfristige Änderungen aber offen: „Wir müssen noch mal in uns gehen.“

Unabhängig von der Startelf am Samstag, können die Kölner aber optimistisch auf die Partie in Müngersdorf schauen. „Die Heimspiele waren ordentlich, wir sind noch ungeschlagen“, unterstreicht Stöger die Heimstärke seiner Elf und fügt an: „Das gibt uns ein gutes Gefühl.“ Auch wenn in der Natur der Geißbock wohl eher das Beutetier des Wolfs ist, spricht derzeit einiges dafür, dass es am Samstag in Köln-Müngersdorf anders aussehen könnte.

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