Wir haben vor dem Auftakt in der Europa League exklusiv mit Lukas Podolski über seinen Schritt nach Japan, die sportliche Entwicklung bei den Geißböcken und die Diskussion um das Müngersdorfer Stadion gesprochen.

Am Donnerstagabend ist es soweit, der 1. FC Köln kehrt nach 25 Jahren mit der Partie gegen Arsenal auf die Europapokal-Bühne zurück. Ein großer Tag für alle Fans der Geißböcke. Und genau das ist auch Lukas Podolski. Die kölsche Legende schnürt die Schuhe mittlerweile zwar für Vissel Kobe in Japan, hat aber die Geschehnisse rund um seinen Effzeh natürlich immer noch fest im Blick. Bevor es nun zum Duell zwischen seinen beiden Ex-Clubs kommt, hat uns „Prinz Poldi“ Rede und Antwort gestanden.

effzeh.com: Du bist jetzt seit mehr als zwei Monaten in Japan und hast mit deinem neuen Verein Vissel Kobe bereits einige Spiele absolviert. Was ist dein erstes Fazit über das Leben in Japan?

Lukas Podolski: Es war die richtige Entscheidung nach Japan zu gehen. Schon nach den ersten Tagen habe ich mich hier wohlgefühlt. Das Leben ist super, die Menschen sind sehr höflich und alles ist sauber hier. Das fällt direkt auf. Auch an das Klima habe ich mich mittlerweile gewöhnt, die Temperaturen gehen auch langsam nach unten.

Podolski: „Ich kann mich hier entspannter bewegen“

Was hat dich in Japan bisher am meisten beeindruckt?

Podolski: Das war wirklich die Höflichkeit. Die Menschen begegnen einem mit viel Respekt. Es ist auch anders für mich, als zum Beispiel in der Türkei oder in England. Ich kann mich hier etwas entspannter bewegen. Manchmal ist die Höflichkeit sogar so übertrieben, dass man es sich auch mal anders wünschen würde.

Fremdes Land, fremde Sprache – wie ist der Kontakt mit den Leuten vor Ort?

Podolski: Am Anfang war das sehr schwierig, kaum jemand spricht fließend Englisch. Beim Verein ist das kein Problem, da ist die Verständigung gut. Aber in der Stadt ist es nicht so einfach. Aber am Ende komme ich schon klar wie überall auf der Welt!

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Vissel Kobe's Lukas Podolski of Germany (C) celebrates his first goal with his teammates during his J-League football match against Omiya Ardija in Kobe on July 29, 2017. / AFP PHOTO / JIJI PRESS / STR / Japan OUT (Photo credit should read STR/AFP/Getty Images)

Lukas Podolski im Trikot von Vissel Kobe | Foto: STR/AFP/Getty Images

Wie sind die Strukturen bei deinem Verein Vissel Kobe? Was ist das Saisonziel des Vereins?

Podolski: Wir wollten nach meiner Verpflichtung eigentlich die Champions-League-Plätze erreichen. Doch leider waren die Ergebnisse zuletzt nicht so, wie wir uns das erhofft haben. Wir haben zu viele Punkte liegen gelassen. Wir müssen jetzt daran arbeiten, dass wir im kommenden Jahr oben angreifen können.

Podolski: „Ich helfe, wo ich kann“

Was willst du selber in Japan erreichen?

Podolski: Natürlich möchte ich Tore schießen, aber in erster Linie muss der Verein sich weiterentwickeln. Wir möchten gemeinsam etwas aufbauen, Titel holen. Da hilft es nicht, wenn ich viele Tore schieße, aber wir unsere Ziele nicht erreichen. Meine Aufgabe hier liegt nicht nur auf dem Platz, sondern ich versuche durch meine Erfahrung auch die Strukturen des Vereins zu verbessern und helfe, wo ich kann.

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