Brodelnde Fanszenen, zerstörte Blockfahnen und steinreiche Amateurfußballer – alles in Rut op Wieß, der effzeh.com-Presseschau.

Gegen die TSG Hoffenheim fing sich der 1. FC Köln in der Nachspielzeit noch den Ausgleichstreffer ein, im Anschluss dominiert aber ein anderes Thema: Die Schmähgesänge und Banner gegen Dietmar Hopp lenken ein wenig vom so spannenden Endspurt in der Bundesliga ab. Im Kölner Stadt-Anzeiger sieht Schmadtke „ein Problem mit der Ultra-Szene“, welches der Verein momentan habe. Auch mit der angeblichen Erwartungshaltung im Umfeld scheint der Sportgeschäftsführer nicht d’accord zu gehen (ebenfalls KStA).

Die Kölnische Rundschau weiß unterdessen immerhin von einem neuen Rasen zu berichten, der am Geißbockheim verlegt wird. Marcel Risse steht derweil nach seinem Kreuzbandriss wieder auf dem noch verfügbaren Grün (Express).

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En uns’rem Veedel

„Die Rückrunde in der Nussschale“ sieht der effzeh-Blogger Dervierteoffizielle.de beim Duell des 1. FC Köln gegen die TSG Hoffenheim: “ Wir haben eine gute Ausgangsposition, stellen uns aber doof an, machen individuelle Fehler, verpassen selbst eine Entscheidung und müssen dann eben damit leben, dass wir den Sprung auf das nächste Level dieses Jahr nicht mehr schaffen werden. Es ist wie es ist.“

Offenbar wurden am vergangenen Wochenende Fans des HFC Falke beim Gastspiel bei der vierten Mannschaft des FC St. Pauli von gewaltbereiten Fans attackiert. Der HFC Falke wurde von enttäuschten HSV-Fans nach der Ausgliederung der Profiabteilung gegründet. Faszination Fankurve versucht, ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.

Neues gibt es auch aus Gladbach: Die Blockfahne der Gruppierung „Sottocultura“ wurde im Vorfeld des DFB-Pokalhalbfinales gegen Eintracht Frankfurt durch einen Reinigungsdienst zerstört. Die Konsequenz: Die Gruppierung stellt ihre Aktivitäten vorerst ein. Analog zur Situation beim effzeh scheint es momentan zwischen Fanszene und Verein stark zu kriseln. Faszination Fankurve informiert.

Erste Risse in der Beziehung zwischen Verein (sic!) und Fanszene (naja) ergeben sich auch im sonst so paradiesischen Leipzig. Beim Spiel auf Schalke hielt die Gruppe der „Red Aces“ ein Spruchband hoch, auf dem Red-Bull-Boss Mateschitz kritisiert wurde – der Österreicher hatte sich kürzlich zu Donald Trump und der Flüchtlingssituation in Europa geäußert. Auch hierzu gibt es mehr bei Faszination Fankurve.

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Opjeschnapp

Der ehemalige effzeh-Trainer Peter Neururer stand dem Transparent Magazin für ein Gespräch über Fußball, Fankultur und Traditionsvereine zur Verfügung. Ein markiges Zitat gibt es auch: Für Peter Neururer sei die TSG Hoffenheim nämlich ein Traditionsverein. Na dann, Peter!

Ab der Saison 2018/2019 darf Konstantin Rausch eine neue Art von Ball hinter das Tor flanken: Derbystar liefert ab der übernächsten Saison die offiziellen Spielbälle, wie die Bundesliga bekanntgab.

Der effzeh droht, gegen Ende der Saison seine gute Position zu verspielen – bei Spielverlagerung wird die schwankende und wenig konstante Punkteausbeute der „Geißböcke“ untersucht. Dabei wird auch auf das Verhältnis zwischen eigenen und gegnerischen Torschüssen Bezug genommen, was ein Indikator dafür sein kann, wie konstant eine Mannschaft punktet. Auch die Ausrichtung des Kölner Spiels auf Anthony Modeste spielt eine Rolle. Eine interessante Lektüre zum Niveau der Bundesliga schließt sich an.

Der ehemalige effzeh-Co-Trainer Roland Koch steigt bei Viktoria Köln als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums ein, wie Rheinfussball.de berichtet.

Social Jeck

Hinger D’r Britz

Die Bereitschaft von Amateurvereinen, ihren Spielern Geld zu bezahlen, steigt kontinuierlich an, wie der Soziologe Tim Frohwein im Gespräch mit dem WDR bestätigt.

Als der FC Schalke 04 am vergangenen Donnerstag aus der Europa League ausschied, wurde trotz des bitteren Endes ein neuer Eurofighter-Mythos geschrieben: Dieses Mal ging es um Leon Goretzka, der trotz einer Gehirnerschütterung weiterspielte und sogar ein Tor schoss. Der Umgang mit Kopfverletzungen im Fußball wird bei Spiegel Online diskutiert – das Vorgehen der medizinischen Abteilung der Schalker wirft Fragen auf.

Auch das Champions-League-Viertelfinale ist nun Geschichte: Real, Barcelona, Juve und Atletico dürfen in diesem Jahr den Titel unter sich ausspielen. Im Gespräch mit dem Deutschlandfunk zeichnet Sportjournalist Ronald Reng das Bild einer geschlossenen Gesellschaft, in die man so leicht nicht vorstoßen kann.

Man kann über Arjen Robben denken, was man will – ein absoluter Winnertyp ist er trotzdem. Nach dem 2:2-Unentschieden der Bayern gegen Mainz fordert der Niederländer „mehr Biss“ von seinen Kollegen, wie die Süddeutsche nachzeichnet. Untersucht wird auch der kleine Aufschwung der Darmstädter unter Thorsten Frings: Die Hessen werden zwar absteigen, allerdings tun sie einigen anderen Bundesligisten auf ihrer Abschiedstournee noch einmal richtig weh, wie die Süddeutsche beschreibt.

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Was genau Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz mit seiner neuen Medienplattform vorhaben könnte, untersucht die Deutsche Welle. Die österreichische Investigativplattform, die der Philanthrop anscheinend gründen will, könnte deutlich nach rechts abdriften.

Andere verstörende Nachrichten erreichen uns aus Leipzig: Die Leipziger Volkszeitung berichtet über einen Abhörskandal, bei dem über drei Jahre lang Personen aus der Fanszene des Oberligisten Chemie Leipzig belauscht wurden. Ein ungeheuerliches Vorgehen.

Dass Freddie Röckenhaus ein Advokat der Ultra-Szene ist, kann man nun wirklich nicht behaupten. Schwatzgelb.de fragte noch kürzlich noch, was denn aus ihm geworden sei, während der Journalist selbst in der Süddeutschen nachlegte: Für den Fußball wären Ultras ja eigentlich gar nicht so wichtig. Das sieht der Mannheimer Morgen beispielsweise anders. Auch die Kolumne der TAZ ist in diesem Zusammenhang lesenswert. Bei Spox.com wird auch wieder von einem möglichen Stehplatz-Verbot gesprochen.

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