Auf dem Fußball-Gipfel der Rheinischen Post in Düsseldorf äußert sich Schmadtke zur Ultra-Diskussion und zum Saisonziel des effzeh.

effzeh-Geschäftsführer Jörg Schmadtke hat DFL und DFB dazu aufgefordert, die Kritik der Ultras an den Verbänden und sportlichen Dach-Organisationen nicht zu unterschätzen. „Wir als Klubs werden das Problem nicht alleine lösen können, da müssen die DFL und der DFB als Dachverband mit ins Boot. Ich würde mir wünschen, dass sie dieses Thema ergebnisoffener diskutieren“, sagte der ehemalige Bundesligatorwart am Montagmittag auf dem Fußball-Gipfel der Rheinischen Post in Düsseldorf. „So, wie der DFB im Moment vorgeht – mit Bestrafungen, auch in diesen Höhen – werden wir dieses Rad nicht stoppen, sondern es eher antreiben und die Fronten verschärfen.“

Schmadtke stellte klar, dass die Vereine und Verbände die jüngst geäußerten „Kriegserklärungen“ in unterschiedlichsten Formen sehr ernst nehmen müsse. „Die Vereine selbst können sich nur mit den Gruppen in ihrem eigenen Umfeld beschäftigen und versuchen einzuwirken. Die Kritik an DFB und DFL ist aber ein grundlegendes Problem, dass man sehr ernst nehmen muss. Und durch die unterschiedlichen und nicht immer nachvollziehbaren Strafmaße, die der DFB verhängt, wird die Stimmung nicht besser“, wurde Schmadtke zitiert.

Als Saisonziel für den 1. FC Köln gibt der Geschäftsführer aus, dass „Platz neun“ und eine „unbeschwerte Saison“ bereits zufriedenstellend wären. Die Rheinische Post zitiert ihn auch in Bezug auf die anstehende Teilnahme an der Europa League: „Wir wissen, dass es Probleme geben könnte in der Liga mit der Europa League. Aber wir spielen die Runde trotzdem.“ In knapp zwei Wochen beginnt die Saison für den effzeh mit dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach – gleich ein Highlight zu Beginn. „Ich mag es, wenn die Saison losgeht und es macht direkt: Bang“, freut sich Schmadtke auf das ewig junge Duell der beiden Rivalen am Rhein.

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