Der 1. FC Köln schlägt Eintracht Frankfurt, dennoch ist die Stimmung im Stadion nicht gut. Trainer Stöger und viele Fans machen dafür die Südkurve verantwortlich, statt die 49.000 anderen Zuschauer, die wie immer kaum zum Support beigetragen haben. Eine gründliche Fehleinschätzung. 

Der Ärger über die erste Halbzeit war auch nach der Partie gegen Frankfurt noch groß. Anlass dafür war aber nicht die erneut schwache Leistung des glorreichen 1. FC Köln auf dem grünen Rasen, sondern der spontane „Stimmungsboykott“ auf den Rängen der Südkurve. So verzichtete die Kölner Mannschaft nach dem knappen 1:0-Sieg dann auch darauf, mit der Stehplatztribüne zu feiern, und Trainer Peter Stöger zeigte sein Unverständnis für die Aktion deutlich auf der Pressekonferenz im Anschluss ans Spiel.

Doch was war passiert? Was man sich aus verschiedenen Quellen zusammenreimen kann, ist, dass im Vorfeld eine Gruppe von Kölner Fans von der Polizei im direkten Stadionumfeld eingekesselt und kontrolliert wurde. Es sollen Quarzsandhandschuhe, Mundschutz und Drogen gefunden worden sein, rund 60 der Kölner Fans wurden daraufhin in Gewahrsam genommen – um mögliche Straftaten zu verhindern.

Stille in der Südkurve

Nun kann man ein derartig prophylaktisches Vorgehen für vernünftig halten. Man kann aber auch zu dem Schluss kommen, dass eine von der Polizei unterstellte Absicht Straftaten zu begehen eben noch keine begangene Straftat ist. Und man somit auch nicht für etwas bestraft werden kann, was man noch gar nicht getan hat. Oder begehen hätte können. Diese Ansicht teilten die Ultra-Gruppen in der Südkurve offensichtlich flächendeckend und verzichteten aus Protest gegen die polizeiliche Maßnahme in den ersten 45 Minuten gänzlich auf Support. Keine Fahne wehte, kein Gesang wurde angestimmt – es herrschte Stille in der Südkurve.

Foto: Lukas Schulze/Bongarts/Getty Images

„Unverständlich“ fand Stöger das Verhalten der Fans nach der Partie. „Wir arbeiten jetzt im vierten Jahr hier und das einzige wovon alle träumen und reden ist diese Europapokalgeschichte, dann haben wir gefühlt – nicht in unserer Sichtweise, aber in der vieler Fans – ein direktes Duell und es kommt wenig Support“, monierte der Trainer. „Ich kann niemanden zwingen, gut gelaunt zu sein und positive Stimmung zu verbreiten“. Viele Kölner Fans führten zudem – vor allem in den sozialen Netzwerken – den ewigen Vorwurf der Selbstdarstellung gegen die aktive Fanszene ins Feld. Mal wieder habe man sich selbst wichtiger genommen als die Unterstützung des Vereins. Ein so notorischer wie unsinniger Vorwurf.

Das Märchen von der „spielbezogenen Stimmung“

Denn bei aller berechtigen Enttäuschung über die schwache Atmosphäre am Dienstagabend in Müngersdorf sollten sich viele Kritiker vor Augen rufen, dass es kein Anrecht auf Support aus der Südkurve gibt. Keiner in den Blöcken dort hat sich irgendwo verpflichtet, Stimmung zu machen, keiner wird dafür bezahlt. Es ist kein Job, es ist eine freiwillige Leistung von genau den Fans, die sich regelmäßig nach Ingolstadt und Hamburg aufmachen und dort mit viel Elan die Mannschaft unterstützten, trotz mehrfach schwachen Auswärtsauftritten. Selbst wenn man den Boykott am Dienstag also ursächlich für völlig übertrieben hält (ein legitimer Standpunkt!), sollte man nicht vergessen, dass es genau diese paar hundert Leute sind, die sonst immer für die Stimmung sorgen – ob zuhause oder im miefigen Ingolstadt.

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Und so muss die Frage dann auch erlaubt sein, was denn bitteschön die 49.000 anderen Zuschauer gestern zur Stimmung beigetragen haben? Schließlich sitzen dort viele Vertreter, die Ultras grundsätzlich für überflüssig halten und gerne den Mythos vom „spielbezogenen Support“ erzählen. Wie der sich anhört, konnte man am Dienstagabend dann wunderbar erleben. Außer Pfiffen zur Halbzeit (die nicht aus der Südkurve kamen) hörte der geneigte Beobachter nämlich: gar nichts.

Wenn 49.000 schweigen…

Dabei hat die Südkurve niemand verboten, selbst für Stimmung zu sorgen. Könnte sie ja auch gar nicht. Offenbar verwenden viele der 49.000 Zuschauer ihre Energie aber lieber darauf, sich über die vermeintlichen Selbstdarsteller aufzuregen, um dann bei der nächsten Südkurven-Choreo aber stolz das tolle Foto auf Facebook zu teilen. Während man bei Bratwurst und Bierchen also selbst den Mund nicht aufbekommt, wird nun über diejenigen hergezogen, die sich sonst die Seele aus dem Leib singen.

Ex-effzeh-Trainer Ewald Lienen zeigte da vor nicht allzu langer Zeit ein fortgeschritteneres Verständnis der Situation. „Das ist eine unglaubliche Investition, die diese Fans machen. Darüber sollte sich jeder einzelne Spieler im Klaren sein, was wir für eine Verantwortung diesen Leuten gegenüber haben“, erklärte der aktuelle St-Pauli-Coach in Bezug auf die Auswärtsfahrer des Hamburger Kultklubs. Warum man beim 1. FC Köln nun also der Meinung war, einen Bogen um die Südkurve machen zu müssen und diese auch noch öffentlich zu tadeln, sich aber gleichzeitig bei den – wie immer – stimmungslosen Haupttribünen bedanken zu müssen, erschließt sich aus dieser Perspektive nicht.

Ball lieber ganz flach halten

Man möchte sich die Reaktionen schließlich gar nicht erst ausmalen, sollten die aktiven Fans nach der nächsten Leistung wie in Hamburg der Mannschaft einfach mal den Rücken zu drehen, wenn sie nach der Partie zum Auswärtsblock kommt. Peter Stöger und der 1. FC Köln wären hier also überaus gut beraten, sich in Demut zu üben, den Ball mal ganz flach zu halten und sich lieber darauf zu konzentrieren, dass man wieder Leistungen auf den Platz bekommt, die in Sachen „spielbezogener Stimmung“ mehr bewirken, als ein Pfeifkonzert zur Halbzeit.

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27 Kommentare

  1. Hätte am liebsten wie nach dem Abstieg gegen Bayern „Sch… Wilde Horde“ angestimmt, so daneben fand ich die Aktion.

    Ich habe am Freitag in S4 gestanden und wir haben immer wieder versucht Lieder anzustimmen, genau so wie der Oberrang in der Südkurve, genau wie die Jungs in S6 und W1.

    Es kam immer wieder ein „Come on Effzeh“ oder ein „erster Fußball Club Köln“, aber es war einfach sehr viel unkoordinierter und teilweise auch aus dem Takt.

    Gebt einfach das Megaphone, Podest und die Lautsprecher in einen anderen Block oder den Oberrang und es wird sich jederzeit jemand finden, der sich um die Stimmung bemüht. Darauf kommt es nämlich an, dass eine kleine Gruppe koordiniert und im Takt für Stimmung sorgt, damit die anderen!!! einstimmen können.

    Ich möchte euch in S3 mal sehen, ohne Megaphone, Podest und Lautsprecher und mit beleidigten Kindern rechts und links von euch, wie ihr es dann schafft Stimmung zu machen, wenn keiner mitmacht und jeder sein eigenes Süppchen kocht.

    Jetzt zu argumentieren, dass da keine Stimmung war, wenn bis zum Anpfiff noch nicht mal eine wusste, dass die Wilde Horde beleidigt den Support einstellt und dann „die anderen“ ohne Hilfsmittel spontan und nicht abgestimmt für die gleiche Stimmung sorgen soll, ist einfach lächerlich. Plus, man muss sogar noch Angst haben, dass wenn man es versucht einer von den Ultras kommt und man eine reingehauen bekommt.

    Ihr kapiert es einfach nicht, es funktioniert nur, wenn alle zusammen geschlossen hinter dem Verein stehen. S3 singt vor und sorgt für den Takt, aber Gänsehaut entsteht nur, wenn alle mit einstimmen.

  2. Und am Samstag singt das Stadion exklusive Auswärtsblock 90 Minuten lang: „Steht auf, wenn ihr Kölner seid.“ Jawoll!!!

  3. Pilly Pocket am

    Manchmal ist weniger mehr.

    Bleiben wird der Rasenballsport und 22, manchmal vielleicht sogar 23 excellent bezahlte Akteure;-) Speisen und Getränke werden qualitativ hochwertiger, sicher aber auch hochpreisiger. Logen werden größer und der Anspruch auf eine sauberes, uneingeschränkt harmonisches und unterhaltsames Stadionerlebnis wird durch entsprechend angesetzte Eintrittspreise gewährleistet (Onkel Knastbruder Uli hat es schon vor Jahren angekündigt) Einen kleinen Vorgeschmack bekommt ihr bei Bedarf alle 14 Tage beim gefühlten Weltkirchentag in der schönen Autostadt wo die Vollbeschäftigung ein wenig wackelt. Bei den CL Dauergästen aus der Pillenstadt, deren heile Werkselfphilosophie gerade tüchtig wackelt. Auf der schönen grünen Wiese im Kraichgau, wo man immer noch die Nähe zum Technikmuseum erwähnen muss, damit überhaupt jemand den Hoppereiter-Tempel findet. Ganz zu schweigen von den Döschenheinis die Sportler einsetzen wie Schießbudenfiguren und in Kauf nehmen das Menschen bei der Vermarktung ihrer Produkte ihr Leben lassen. Nä, da fress ich mir demnächst lieber ne Wampe vorm Fernseher an, teile mir mit mindestens 10 Nachbarn einen sündhaft teuren Pay TV Account, dann trifft man sich auch wieder öfter. Willi, Renate und der kleine Wieauchimmer werden es mir danken. Meinen Steher, der dann sicher ein Sitzer geworden ist, stelle ich der Kanzlerin zur Übernahme zur Verfügung, wenn es sich für sie finanziell darstellen lässt. …….ach, eine Sache fällt mir grad noch ein! Wenn man unterstellt das Menschen die irgendetwas mit sich führen auch selbstverständlich davon Gebrauch machen werden, frag ich mich gerade warum die eingesetzten Sicherheitskräfte grundsätzlich mit Knüppeln und Schußwaffen ausgestattet sind. Ich werde jedenfalls nach dem nächsten Strandbesuch meine Turnschuhe vorsichtshalber zweimal vom darin befindlichen Sand befreien, bevor ich als verkappter Kickboxer verhaftet werde. Wir treuen Steuerzahler wissen jedenfalls, am gestrigen Abend hat sich der Einsatz von gefühlt 3 fachem Polizeiaufgebot bezahlt gemacht, für unsere Sicherheit. Danke für Deinen Besuch Angie!!!!!!!!!

  4. Die Ultras haben doch nicht mehr alle Latten am Zaun. Wenn ich den Banner lese :“ Di 20:00 Uhr ? Danke Merkel“
    muss man doch mal Nachfragen , ob da in einigen Köpfen nicht etwas fehlt

    • „Die Wilde Horde präsentierte zudem ein wohl nicht ganz ernstgemeintes Spruchband mit der Aufschrift „Di. 20:00 Uhr? Danke Merkel!“ und spielte damit auf die ungeliebte Anstoßzeit am Dienstagabend, den Besuch von Bundeskanzlerin Merkel im Müngersdorfer Stadion an. In den sozialen Netzwerken machen sich seit Monaten Personen mit den Worten „Danke Merkel“ über Vorgänge lustig, für die die Bundeskanzlerin überhaupt nichts kann und machen sich so ob Merkel-Kritiker lustig, die die Kanzlerin für vieles verantwortlich machen.“

      Vielleicht muss man sich auch einfach mal informieren, bevor man öffentlich zu einem Thema schreibt…

  5. Der FC ist FÜNFTER!!! und trotzdem wird wieder an allen Ecken gezündelt. Ich habe gehofft das die Zeit der Selbstdarstellerei auf allen Ebenen vorbei sei und das Wirgefühl sich breit gemacht hätte,aber Fehlanzeige…Schade.In der augenblicklichen Situation(Ausfall der Kreativabteilung)bin ich Stolz beim Blick auf die Tabelle und FC zu sein.

    • Das Schweigen in der ersten Halbzeit würde ich nicht als „zündeln“ deuten. Es ist einfach nur die typische Art des Protest für aktive Fanszenen – das „Wir“-Gefühl dürfte da eher leiden, wenn die Südkurve und die treuen Auswärtsfahrer für ihre freie Entscheidung (niemand ist gezwungen zu singen, weder in der Süd, noch auf den Haupttribünen!) dermaßen angegangen werden. Denn gerade auswärts sind es eben genau diese Jungs und Mädels, die sich die Seele aus dem Leib schreien – ganz egal, ob es 0:0, 0:3 oder 3:0 steht.

      Besten Gruß

  6. Heinz Albert am

    Das Problem an der Ultra Fan Szene stellt sich für den „normalen Fan“ so dar, dass sie sich für wichtiger als den Verein halten.
    Es ist klasse was stimmungsmässig da gemacht wird, aber es sollte für den Verein sein und nicht für das eigene Ego.
    Und natürlich ist es nur richtig „Fans“ welche Ausrüstung für Krawall dabei haben aus dem Verkehr zu ziehen. Das schadet dem Verein und der Fan Kultur und jeder der denkt, dass diese Dinge nur zum Spass mitgenommen werden.sollte mal seine Denkweise in Frage stellen

  7. Sehr sehr guter und reflektierender Beitrag!
    Da muss man wirklich mal Danke sagen und ich kann Daniel da nur zustimmen, dass man sich diese Objektivität auch von anderen Fans wünscht.

  8. Wenn Utras nicht singen, dann sind das der Block S3 und die gaaaanz unterern Bereich von S4, dass sind dann maximal 1500 Leutchen. Was aber ist mit den anderen 6500 Stehplätzen??? Das man von den Opas und Familien auf den Sitzplätzen keine Stimmung erwarten kann ist für mich logisch…aber wenn 1500 Leute nicht singen wollen, dann müssten doch eigentlich immer noch genug andere singen können – eigentlich…macht aber keiner. Warum? Ich hab keine Ahnung – es wurden genug einfachste Textzeilen angestimmt, eingestiegen ist fast keiner…also entweder stehen die 6500 hinter solchen Boykott oder woran liegt es? hat da jemand ne Idee???

  9. Pathos Pavlov am

    Grundsätzlich steht viel richtiges in diesem Beitrag.
    Dennoch denke ich dass man differenzieren muss!
    Auch ich habe heute den genannten Vorwurf an die Ultras gemacht. Damit spreche ich jedoch keine eurer angegebenen Pros in abrede.
    Selbstverständlich prägen die Ultras sowohl zuhause als auch auswärts die Stimmung und sind verantwortlich dafür dass unsere Jungs, egal in welcher Liga und egal in welchem Stadion, ob nun München oder Aue einen aussergewöhnlichen Support haben. Das respektiere und schätze ich sehr.

    Mein Unverständnis beginnt dort, wo unserem Verein in entscheidenden Spielen die Unterstützung entzogen wird obwohl man doch vorgibt dass man die Liebe zum Effzeh über alles andere stellt.

    Ich habe da einfach ein anderes Verständnis.
    Gegebenenfalls auch weil meine Leidenschaft sich automatisch Bahn bricht sobald mein geliebter Verein den Rasen betritt.

    Ja, es stimmt.
    Auch ich werde des öfteren komisch angesehen wenn ich bedingungslos mit supporte auf der West zum Beispiel. Das kann mich doch aber nicht davon abhalten zu 100% für meine Liebe da zu sein. Mit Herz und Stimme.

    Die Jungs tragen den Geissbock auf der Brust und keinen Doenstrang bei der Polente…
    Warum lässt man unsere Jungs im Stich wenn die Schmiere mal wieder scheisse baut? Und vor allem, warum gerade in solch wichtigen Spielen?

    Diese Fragen müssen doch gestellt werden dürfen.
    Nicht gegen die Ultras, sondern für den Effzeh.

    • Pathos Pavlov am

      Die Tatsache dass man genau weiss wie wichtig der eigene Support der Mannschaft ist, angesichts dessen was im Rest des Stadions Stimmungsmäßig geboten wird, macht die Sache ûbrigens noch schlimmer. Sie wissen also ganz genau was sie der Mannschaft dadurch verwähren wenn sie Boykottieren und machen es dennoch. Und das obwohl die Mannschaft vollkommen unbeteiligt war an polizeilichen Maßnahmen.

    • Das sind fraglos berechtigte Fragen – ich würde es jedoch nicht als „im Stich lassen“ werten, wenn sich die Südkurve 45 Minuten exakt so verhält wie der Großteil der Zuschauer auf den anderen Tribünen. Und auf diesen – meiner Meinung nach – Denkfehler bei vielen zielt mein Kommentar ab. Natürlich ist es schwieriger ohne Vorsänger einen ähnlichen Support auf die Beine zu stellen wie in der Süd, aber überhaupt ein bisschen Stimmung zu machen, wäre den 49.000 anderen doch jederzeit möglich gewesen. Stattdessen gab’s Pfiffe zur Halbzeit und nach dem Spiel Ultra-Bashing in sozialen Netzwerken. Der vorherigen Logik folgen, lassen die Haupttribünen den FC also quasi dauernd „im Stich“. Es wäre also einfach nur wünschenswert, wenn auf den anderen Tribünen mehr Leute säßen, die wie Du „mit Herz und Stimme“ dabei sind. Es ist aber auch nicht verwerflich, wenn die Haupttribünen so ruhig bleiben, wie sie es immer waren. Warum aber diese Fans dann den Dank der Mannschaft verdient hatten, die Südkurve jedoch nicht, erschließt sich mir aber nicht.

      Danke für deinen Kommentar und beste Grüße

    • Michael .A. am

      Gebe dir da zu 1948 Prozent recht!Unser Club,wir ,und das ganze vollbesetzte Stadion wollen doch endlich ma l wieder quer durch Europa.Nicht nur München,Bremen,oder Dortmund,nein es soll auch mal nach unendlich langer Zeit nach Spanien, Italien oder England gehen.Das wollen wir doch alle,sehnen uns seid Ewigkeiten danach.Und jetzt wo es greifbar nahe ist,wird in der ganz entscheidenden Phase die Mannschaft von denn besten und lautesten Fans der Liga ,1 Halbzeit lang nicht unterstützt.Wir sollten uns nicht durch solche Aktionen leiten lassen,die gerade vor dem Stadion vorgefallen sind,sondern meiner Meinung nach sollten wir uns in solchen Fällen vor Augen halten,das wenn wir unsere Mannschaft weiterhin bedingungslos Unterstützen, und dadurch Spiele gewonnen werden,es nicht mehr WEIT bis Spanien,Italien oder auch England ist.Der Traum ist greifbar nahe,andere Stadien kennen zu lernen,und in diesen Ländern bleibenden Eindruck als EFFZEH Fans zu hinterlassen.Denn meiner Meinung nach können wir von der Stimmung her,und der Anzahl der Auswärtsfahrer,mit jedem Verein mithalten, und wie wir Kölner halt sind,die meisten noch in denn Schatten stellen.Und genau das wollen wir doch alle,daher müssen wir unseren Club bedingungslos bis zum Ende Unterstützen, egal was verfällt,und dann ab durch Europa. IN DIESEM SINNE
      COME on fc

  10. Hallo FC-Kameraden!

    Das was Ihr schreibt klingt grundsätzlich nachvollziehbar. Auf einen anderen Sachverhalt bezogen würde ich Euch sogar gänzlich zustimmen uns sagen: “Ihr habt Recht, der FC und andere Fans sollten Euch mehr Dankbarkeit zukommen lassen!“

    Der Anlass für den Protest verursacht bei mir in diesem konkreten Fall jedoch Kopfschütteln. Denn Ihr müsst Euch selbst fragen, wen Ihr denn hier überhaupt bestrafen wolltet?? Dieses Mal handelt es sich doch nicht um die sonst übliche Konstellation, dass einer der Euren ein wie immer ungerechtfertigtes Stadionverbot bekommen hätte. Dieses Mal ging es doch offenkundig ausschließlich um die Eurer Meinung nach ungerechtfertigten Maßnahmen durch die Polizei.

    Warum aber wird in einem solchen Fall der Support eingestellt? Das, liebe FC-Freunde, ergibt überhaupt keinen Sinn! Der Schreiber des Artikels stellt nur darauf ab, wie toll und wichtig die aktiven Fans sind. Er beantwortet aber nicht die Frage, was der Verein dafür kann, dass die Polizei eine aus Eurer Sicht ungerechtfertigte Maßnahme getroffen hat.

    Und zum Schluß noch etwas dazu: Da die Polizei für die präventive Gefahrenabwehr zuständig ist, muss die Straftat nicht bereits begangen worden sein, damit etwaige Maßnahmen zulässig wären.

    Grüße
    Ein Freund

    • Dass es ein legitimer Standpunkt ist, den Boykott für eine überzogene Reaktion der Kurve zu halten, steht ja explizit im Text. Auch ich als Autor kann die Aktion wegen des Anlasses nicht hundertprozentig nachvollziehen. Ähnliches gilt für die Polizei-Passage, auch hier wird angeführt, dass man die Maßnahme durchaus auch für vernünftig halten kann, aber eben nicht unbedingt muss. In dem Text geht es aber weniger um „Warum Boykott?“, als um die Reaktionen, die sich die Kurve von Mannschaft, Verein und anderen Fans eingehandelt hat und die in meinen Augen mindestens genauso großer Kindergarten sind, wie der Boykott an sich. Schließlich erlebt die Kurve einen Quasi-Stimmungsboykott von den Haupttribünen bei jedem einzelnen Heimspiel, da ist es doch etwas merkwürdig, auf die Ultras loszugehen, wenn sie dann einmal schweigen – ob nun aus Solidarität oder weil die Oma vom Capo gestorben ist, ist da eigentlich unerheblich.

      Ich hoffe, ich konnte deine offenen Fragen halbwegs beantworten.
      Besten Gruß!

  11. Hallo FC-Kameraden!

    Das was Ihr schreibt klingt grundsätzlich nachvollziehbar. Auf einen anderen Sachverhalt bezogen würde ich Euch sogar gänzlich zustimmen uns sagen: “Ihr habt Recht, der FC und andere Fans sollten Euch mehr Dankbarkeit zukommen lassen!“

    Der Anlass für den Protest verursacht bei mir in diesem konkreten Fall jedoch Kopfschütteln. Denn Ihr müsst Euch selbst fragen, wen Ihr denn hier überhaupt bestrafen wolltet?? Dieses Mal handelt es sich doch nicht um die sonst übliche Konstellation, dass einer der Euren ein wie immer ungerechtfertigtes Stadionverbot bekommen hätte. Dieses Mal ging es doch offenkundig ausschließlich um die Eurer Meinung nach ungerechtfertigten Maßnahmen durch die Polizei.

    Warum aber wird in einem solchen Fall der Support eingestellt? Das, liebe FC-Freunde, ergibt überhaupt keinen Sinn! Der Schreiber des Artikels stellt nur darauf ab, wie toll und wichtig die aktiven Fans sind. Er beantwortet aber nicht die Frage, was der Verein dafür kann, dass die Polizei eine aus Eurer Sicht ungerechtfertigte Maßnahme getroffen hat.

    Und zum Schluss noch etwas dazu: Da die Polizei für die präventive Gefahrenabwehr zuständig ist, muss die Straftat nicht bereits begangen worden sein, damit etwaige Maßnahmen zulässig wären.

    Grüße
    Ein Freund

  12. Knott Peter am

    Mal ehrlich. Man könnte ja fast meinen, dass ihr Gründe sucht um nicht zu Support. Und kurioserweise IMMER dann wenn ein wichtiges Spiel an steht. Was macht ihr denn Samstag wenn euch ein Furz quer hängt? Singt ihr für Gladbach? Zutrauen würde ich euch das.
    Und noch eins. Extra für euch werden Stehplatz erhalten und ihr könnt zu einem Spottpreis rein. Ich zahle auf der Haupttribühne ein VIELFACHES! Und dann Sitz ich da und muss mir euren eingeschnappt en Mist antun. Das ist Kinderkrankenhaus. Vielleicht sollten ALLE die teuer bezahlen zu hause bleiben.
    Dann Ständen 500 oder 1000 mann in einem leeren Stadion und könnten Support was immer sie wollen. Hören und sehen würde es keiner aber man wäre von Kindereien verschont
    Und wer Straßenschlachten geil findet und den nötigen Polizeieinsatz mit launischen Getue verpönt, hat eh nix in der Öffentlichkeit zu suchen

  13. Frage: Was will man mit Quarzsandhandschuhen, Mundschutz und Drogen in einem Fussballstadion?

    Wie blöd muss man eigentlich sein, sich ständig auf die Seite irgendwelcher Menschen zu stellen, die unserer Gesellschaft schaden. Die Nachwirkungen vom Platzsturm in Gladbach sind ja noch allen bekannt. Damals standen hunderte auf der Tribüne in Maleranzügen und haben geklatscht…Die Rauchbomben die zum Spielabbruch gegen den FC Bayern München geführt haben, sind ja auch schon fast vergessen. Die Auswirkungen hat dann der Unterrang zu spüren bekommen. Wohl auch deswegen, weil sich niemand getraut hat gegen die Täter auszusagen, oder weil man schlicht gesagt diese Aktionen toleriert hat bzw. dies toll fand.

    Damit kann ich mich nicht identifizieren. Wie kann man diesen Personen, die sich gegen die Regeln unserer Gesellschaft stellen auch noch solidarisch unterstützend zur Seite stehen? Ein Stimmungsboykott dann auch noch damit rechtfertigen, daß man ja für Stimmung machen nicht bezahlt wird und auch so viel auf sich nimmt bei Auswärtsfahrten oder einer Choreo. Ich glaube eher das der Fussball eine viel zu große Rolle im Leben derer einnimmt, die auf der einen Seite Ihr letztes Hemd für den Fussball geben würden – auf der anderen Seite aber nicht nachvollziehen können, daß man sich auch an Regeln und Gesetze halten muss.

    Des weiteren möchte ich erwähnen, daß ich seit 1979 (meinem 5 Lebensjahr) FC Fan bin. Ich bin seit 13 Jahren FC-Mitglied. Ich habe in den 80 er und 90 er Jahren auch in der Südkurve gestanden und habe seit vielen Jahren eine Dauerkarte im Oberrang Süd. Ich bin mit Hin-und Rückfahrt zu jedem Spiel 6 Stunden unterwegs. Ich rühme mich nicht mit den Choreos. Mir wäre lieber es gibt keine mehr und dafür bleiben Gewalt, Straftaten und Mitläufer irgendwelcher aggressiven Gruppierungen fern vom Stadion.

    Im übrigen geht es bei der Polizeiarbeit gerade auch darum Straftaten zu vereiteln bevor die entstehen und nicht nur Straftäter zu jagen und einzusperren. Ich finde es gut, daß die Polizei so vorgegangen ist. Denn Quarzsandhandschuhe bei Versammlungen zu tragen ist verboten!

    • Der Text lässt ja auch jedem die Option, die Maßnahme der Polizei für vernünftig zu halten. Ich beziehe in dieser Frage auch im Text keinerlei Stellung, ich lege lediglich dar, welche Auffassung die Gruppen zum Schweigen gebracht hat. Nirgendswo im Text steht außerdem, dass man die Aktion gut finden muss. Ich persönlich kann sie zum Beispiel nicht wirklich nachvollziehen. Aber darum geht es mir eben genauso wenig wie um die Frage, ob man Quarzsandhandschuhe nun dabei haben darf oder nicht. Das sind andere Themen. In diesem Kommentar geht es vor allem darum, dass man es auch einfach mal hinnehmen kann, dass die Kurve sich 45 Minuten verhalten hat wie ganz normale Stadionbesucher auf den anderen Plätzen auch – es gibt eben kein Recht auf Stimmung in der Süd. Und daher auch keinen Grund irgendjemand dermaßen öffentlich abzustrafen wie es gestern nicht nur durch andere Fans geschehen ist.

      Danke für deinen Kommentar und beste Grüße

  14. Ein interessanter Artikel, aber ehrlich finde ich die Pauschalisierung von „den Ultras“ und „den 49.000 anderen Zuschauern“ nicht in Ordnung. Es gibt im Stadion meiner Meinung nach nicht nur Schwarz oder Weiss. Man gehört nicht entweder zu den Ultras oder zum schweigenden Rest. Ich sehe mich irgendwo dazwischen. Ich war gestern dort, stand im Ostblock und habe lautstark unterstützt, trotz der komischen Blicke, die mir teilweise zugeworfen wurden.
    Es ist ein globales Phänomen, dass die Stadien immer leiser werden. Wenn ich so um mich schaue, sehe ich im Gegensatz zu „damals“ auch eine wesentlich vielfältigere Fanszene. Daher rührt meiner Ansicht nach auch die schlechtere Stimmung heutzutage. Das ist aber sicher kein exklusives FC-Problem.

  15. Ich bin froh dass effzeh.com einen Artikel zu dem Thema veröffentlicht hat. Hier mal eine Sichtweise eines langjährigen Vollblutfans der am Dienstagabend im Stadion war.

    Protest ist ein wunderbares und gerne genutztes Mittel verschiedener Ultragruppierungen im deutschen Profifußball. Und ganz ehrlich: Ich finde das wunderbar! Wo sonst hat ein Bürger, egal aus welcher Gesellschaftsschicht oder welchen Alters eine bessere Gelegenheit, sich derart öffentlich und wirksam auszudrücken und seinem Unmut, Frust oder Ärger Luft zu machen, als im heimischen Stadion. Dort ist ein Protest doch viel besser aufgehoben als auf der Straße oder vor dem Stadion. Wo vermummte (wenn wir mal ehrlich sind) Chaoten mit Quarzsandhandschuhen auf einander losgehen. Protest ist gut und richtig, wenn er aus den richtigen Gründen geführt wird!
    Warum, und ich möchte das wirklich verstehen, macht man sich als Fangemeinschaft auf der Südtribüne gemein mit Leuten, die derart ausgestattet („Es sollen Quarzsandhandschuhe, Mundschutz und Drogen gefunden worden sein…“) sich auf den Weg ins Stadion machen? Wie kann man da von Unrecht gegenüber diesen Leuten sprechen, wenn die Polizei richtigerweise präventiv diese Leute am Zugang zum Stadion hindert? Warum stellt die komplette Südtribüne ihren Support ein, weil einige wenige Vollidioten nicht ihre Schlägerwerkzeuge mit ins Stadion bringen dürfen? Was war die Forderung des Protestes? „Lasst zukünftig unsere Schläger und Chaoten unbehelligt ins Stadion, sonst unterstützen wir unsere Mannschaft nicht weiter im Kampf um Europa? Ernsthaft? Die Mannschaft hat das einzig richtige getan, indem sie euch nach dem Sieg keines Blickes würdigte – Ich habe gehofft dass sie es tut!

    Warum schießt man sich ins eigene Bein? In einem direkten Duell gegen den Tabellennachbarn, auf dem besten Weg nach Europa, im heimischen Stadion, stellen zigtausend Menschen den Support für „ihre“ Mannschaft ein, für eine winzige Gruppe von „Fans“ die sie selbst wahrscheinlich nicht einmal persönlich kennen. Ich vermute, dass es sich hier vielmehr um einen kleinkindgleichen Aufschrei handelte, wie wenn man als Kind von Mama das Feuerzeug weggenommen bekam, weil man damit zündeln könnte und es höchstwahrscheinlich auch getan hätte!!! Hier ist wieder eine Doppelmoral vorhanden die sich rational nicht erklären lässt. Leider, es ist nunmal die traurige Wahrheit und im Grunde genommen unterscheidet sich dieses Phänomen nicht von Vorkommnissen der jüngsten Geschichte, handelt es sich hier bei den besagten Personen um Vorbildfiguren. „Vorbildfiguren“, die traurigerweise scheinbar die Macht besitzen aus falscher Solidarität ein gesamtes Stadion zum Schweigen zu bringen. Ja, die Ultras machen die meiste Stimmung, sind bei jedem Auswärtsspiel dabei, feuern auch dort unser Team an, stehen im Mittelpunkt anderer Fans und der Medien – und fordern dafür viel zu regelmäßig die entsprechende Anerkennung und den Respekt der Öffentlichkeit! Ihr habt ihn verdient, ja, aber doch nur in Maßen: Denn ihr lasst dabei selbst den Respekt vor Stadionbesuchern vermissen, die in Ruhe und Frieden das Spiel auch von anderen Tribünen, als der „glorreichen, heilsbringenden Südtribüne“ verfolgen wollen.

    Auf Ost und West sind Familien zu Gast, Renter und Kinder – es ist kunterbunt gemischt und der 65 jährige Willi und die 40 jährige Renate und der 3 jährige Timmi werden sich nicht anstelle der Südtribüne die Seele aus dem Leib schreien, weil ein paar bewaffnete Minderbemittelte nicht ins Stadion durften.
    Ja, die bombastische Stimmung gehört mit ins Stadion und während ich dem Spiel in den ersten 45 Min. folgte fiel mir auf, wie abhängig das Team, die Stadionbesucher, der gesamte VEREIN von der Stimmung ist die ihr macht.

    Bei dem Kommentar des Autors musste ich ja wirklich schmunzeln: „Nun kann man ein derartig prophylaktisches Vorgehen für vernünftig halten. Man kann aber auch zu dem Schluss kommen, dass eine von der Polizei unterstellte Absicht Straftaten zu begehen eben noch keine begangene Straftat ist. Und man somit auch nicht für etwas bestraft werden kann, was man noch gar nicht getan hat.“

    Glaubt denn wirklich jemand, dass diese zum Teil polizeibekannten Personen die gefundenen Gegenstände nur zufällig mit sich führten? Wie kommt man zu der Argumentation, dass es sich hier um vollkommen harmlose „Normalfans“ handelt, die die böse, böse Polizei völlig zu Unrecht aus dem Verkehr gezogen hat? Sei es wie es sei – Das allergrößte Unverständnis habe ich wirklich durch den Blick auf die Tatsache, dass man gestern in Köln vielleicht eins der wichtigsten und schwersten Spiele des Rests der Saison vor sich hatte! Und man überlässt ein paar tausend mitgereisten Frankfurtern eine komplette Spielhälfte lang das eigene Stadion – Was für eine Schwäche! Hätten wir gestern verloren – die Niederlage wäre mindestens zu 50% auf euer Konto gegangen.

    • Nur eine Anmerkung zu der von dir zitieren Polizei-Passage: Es steht ja da, dass man das Vorgehen für vernünftig halten kann. Was danach kommt, ist notwendig, um den Standpunkt der Ultra-Gruppen darzulegen.
      Und zu deinem Schlusssatz möchte ich noch anmerken: Es haben nur ein paar hundert Leute explizit geschwiegen in der ersten Halbzeit, die 49.000 anderen hätten den FC jederzeit lauthals unterstützen können – stattdessen haben sie lieber zur Halbzeit gepfiffen.

      Beste Grüße und danke für deinen Kommentar

  16. Hallo Effzeh-ler,

    auch ich war gestern beim Spiel, genauer genommen in S5, und wollte mal meine Meinung zu diesem Beitrag loswerden, da die Meinungen innerhalb der gesamten Fan-Szene wohl deutlich auseinandergehen.

    Niemand hat den Leuten, die bei Wind und Wetter, zu jeder Spielzeit, gegen jeden Gegner und egal auf welchem Platz den Verein supporten irgendetwas abgesprochen!

    Das Argument, das 49.000 andere Leute selber für Support sorgen können (insofern die aktive Fanszene mal SPONTAN ausfällt), halte ich persönlich für etwas weit hergeholt. Weder hat man ein Mikrofon, noch 500 Leute, die bedingungslos hinter einem das mitgröhlen, was ein Einzelner vorsingt.

    Die Stimmung ist innerhalb der Kurve (außerhalb von S3 & S4) seit Jahren -nennen wir es- kacke!! Wenn man da mitsingt wird man eher komisch angeguckt, als das Leute einsteigen (abgesehen von der Hymne und der Aufstellung).

    Vielleicht sollte man da mal ansetzen, dass die Kurve geschlossener die Mannschaft unterstützt!

    Bezüglich der Selbstdarstellung der Ultras denke ich zwiegespalten.

    Man kann beide Seiten nachvollziehen, ABER:

    Was die Ultras geschaffen ist Wahnsinn!!! Wie schnell Sie sich aber innerhalb der Kurve Ihr Ansehen durch Proteste dieser Art zerstören –> ebenso Wahnsinn!

    Proteste dieser Art gab es bereits mehrmals, teils berechtigt, teils unberechtigt. Aber warum immer in ENTSCHEIDENDEN Saisonphasen?

    Wir stehen auf Platz 5, alles mehr als im Soll, warum muss man sich trotzdem etwas suchen, wofür es sich zu protestieren lohnt?

    Egal was der genaue Grund der Protestaktion gewesen ist (habe die Hintergründe nicht, weil ich nicht dabei war), warum bestraft man die Mannschaft damit?

    Ist mir schleierhaft..

    Grüße Vito

  17. Eine der besten Kommentare/Artikel, die ich je zu diesem immer wiederkehrenden Thema gelesen habe – Danke effzeh.com! Ich würde mir diese Objektivtiät von anderen FC Fans wünschen. Wie kann man andere dafür kritisieren, die Woche für Woche alles geben, wenn man selbst stur 83 Min. auf seinem Platz sitzt/steht? Hat die Südkurve einen bezahlten Vertrag, welcher hierbei nicht erfüllt wird, wenn man keine Stimmung macht? Oder seht ihr uns als die Entertainer vom Dienst an? Bei Choreos, toller Stimmung und co. sind wir die größten, bei einer 1. HZ, wie sie gestern von statten gegangen ist, die Idioten. Wer verbietet euch, eigene Stimmung zu machen? Eure Doppelmoral kotzt einen an, ebenso eure Vorurteile! Oder dürfen wir auch die West/Osttribüne Woche für Woche dafür kritisieren, dass sie keine Stimmung macht? Ach nein, stimmt ja, Stimmung kann man ja nur in der Südkurve erzeugen…Das Denken vieler FC-Fans ist hier mächtig eingeschränkt, aber auf Facebook und co. lässt es sich eben leicht schreiben.

    • Hast mit vielem Recht aber schlage nochmal im Duden subjektiv und objektiv nach…. und überleg nochmal was der Artikel ist

    • Hallo Daniel,

      meiner Meinung nach kann man die Süd nicht mit den anderen Tribünen vergleichen!

      Die Süd ( insbesondere S3&S4) haben sich ja über Jahre Ihr Standing und die Organisation des Supports aufgebaut. Wie soll das der „normale“ Fan von jetzt auf gleich eine Alternative anbieten?

      Ich spreche mich hier auch explizit gegen die Event-Ottonisierung aus, die lieber den Selfie-Stick schwingen als zu supporten! Aber auch die Kategorie Fans muss man akzeptieren… die Mentalität im Fußball geht ohne hin dahin. Das nervt mich persönlich auch extrem.

      Und genau deswegen hat die aktive Fanszene auch eine gewisse Verantwortung, weil Sie eben gerade seit Jahren für das steht, was uns alle stolz macht! Ist wie das Weihnachtsgeld in der Firma! Man sieht es als selbstverständlich an, ist aber eigentlich eine freiwillige Leistung! Aber trotzdem würde jeder Mitarbeiter schreien, wenn es plötzlich wegfällt.

      Man sollte einfach mal aus allen Blickwinkeln schauen, nicht nur aus dem Eigenen, wie so ein Protest ankommt! Die Hintergründe waren ja zunächst völlig unklar, das kam noch dabei am Dienstag Abend.

      Wie kam es bei den Spielern an? Allem Anschein nach beschissen!

      Wie kam es bei dem Rest der Kurve an? Beschissen!

      ich weiß, einem eingefleischten Ultra ist es egal was andere denken, aber ich bin auch seit einigen vielen Jahren dabei, und kann denke ich ganz gut reflektieren, was gut ist und was eher nicht!

      Was hatte man vom Protest? Nichts, denn wenn es so dringlich gewesen wäre, dann wäre die zweite Halbzeit auch still geblieben!

      Soll jeder machen wie er meint, aber in erster Linie geht´s uns doch allen um den Verein, ODER?

      Gruß Vito