Als einziger Verein in Europa konnte der effzeh seit 2013 seinen Marktwert steigern und eine positive Transferbilanz erzielen – und das ohne die Hilfe eines Investors. Auch der Zuschauerschnitt ist europaweit bemerkenswert.

Seitdem Jörg Schmadtke beim effzeh das Zepter schwingt, geht es aufwärts – zusammen mit seinem Geschäftsführer-Kollegen Alexander Wehrle, der etwas weniger in der Öffentlichkeit steht, hat es Schmadtke geschafft, den effzeh wieder in sichere Fahrwasser zu bringen. Sportlich nimmt die Mannschaft von Peter Stöger Kurs auf Europa, wirtschaftlich ist die Lage ebenfalls rosig. Auch wenn die angegebenen Zahlen vorrangig auf Schätzungen beruhen, ergibt sich eine sehr positive Bilanz für den effzeh. Wie das Portal Transfermarkt.de beschreibt, ist die Kölner Entwicklung im internationalen Vergleich sogar einzigartig.

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Ausgangspunkt der Entwicklung war der Sommer 2013, in dem der effzeh gerade seine zweite Saison im Unterhaus in Folge begann. Damals hatte das Team laut Transfermarkt.de einen Kaderwert von 18,6 Millionen Euro. Vier Jahre und einige Transfers später liegt der Kaderwert nun bei ungefähr 100 Millionen Euro. International liegt der effzeh damit auf Rang 61, worüber eine Transfermarkt-Tabelle Aufschluss gibt. Mathematisch betrachtet ergibt das eine Steigerung von 435 %, was an sich schon imposant genug ist. Damit liegt der effzeh europaweit auf einem Spitzenplatz, was die Marktwert-Entwicklung in den letzten Jahren angeht. Übertroffen wird der effzeh nur Red Bull Leipzig (2037 %) und den englischen Vereinen aus Watford (1531 %), Bournemouth (1087 %) und Leicester (600 %). Auch Crystal Palace mischt mit 739 % in diesen Regionen mit.

Ohne Investor: Schmadtke schafft positive Transferbilanz

Auffallend dabei ist, dass der effzeh die Steigerung des Marktwertes ohne die Hilfe eines externen Investors geschafft hat, was man von Red Bull Leipzig zum Beispiel nicht behaupten kann. Doch damit nicht genug des Lobs: Schmadtke schaffte es durch seine Transferpolitik ebenfalls, ein Plus von 600.000 € zu erwirtschaften. Transfereinnahmen von 37 Millionen Euro (vorrangig Ujah und Gerhardt) stehen Ausgaben von 36,4 Millionen Euro gegenüber. Zum Vergleich: Red Bull Leipzig hat eine negative Transferbilanz von 110 Millionen Euro.

Neuzugänge wie Risse, Osako, Modeste, Bittencourt, Sörensen, Heintz oder Höger stießen erst in den letzten Jahren zur Mannschaft – insgesamt gab Schmadtke für diese Spieler ungefähr 14 Millionen Euro aus. Der Marktwert dieser Spieler liegt mittlerweile bei 46 Millionen Euro. Für Anthony Modeste wurde vor kurzem in Höhe von 50 Millionen Euro geboten, doch Schmadtke lehnte ab. Hinzu kommt, dass bis auf Timo Horn alle aktuellen Leistungsträger beim effzeh mit langfristigen Verträgen ausgestattet sind. Das Tafelsilber des effzeh, es scheint also gut gesichert.

Weitere Marktwertsteigerungen zu erwarten

„Timo Horn hat aus meiner Sicht gute Chancen, mit Köln nächste Saison international zu spielen. Hinzu kommt: Er ist dort eine Führungsfigur, trägt schon in jungen Jahren Verantwortung. Auch so eine Rolle als Führungsspieler in einem starken Bundesligaklub beschleunigt den Reifeprozess.“

Für einige Spieler ist das Ende der Fahnenstange auch noch nicht erreicht: Timo Horns Marktwert dürfte beispielsweise durch eine Nominierung in die Nationalmannschaft noch erheblich ansteigen. Im Kicker äußerte sich DFB-Torwarttrainer Andreas Köpke lobend über den effzeh-Keeper: „Timo Horn hat aus meiner Sicht gute Chancen, mit Köln nächste Saison international zu spielen. Hinzu kommt: Er ist dort eine Führungsfigur, trägt schon in jungen Jahren Verantwortung. Auch so eine Rolle als Führungsspieler in einem starken Bundesligaklub beschleunigt den Reifeprozess.“ Eine Marktwertsteigerung ist auch bei Modeste zu erwarten.

Zuschauerschnitt: effzeh unter den besten 16

Dass die sportliche Entwicklung von den effzeh-Fans honoriert wird, dürfte ebenfalls nichts Neues sein. Ein Blick in die Statistik zeigt: Auch hier liegt der glorreiche 1. FC Köln im internationalen Vergleich gut dar. Mit einer Auslastung von 99 % ist man ihn ähnlichen Sphären unterwegs wie Manchester United, Chelsea oder Arsenal. Einzig der FC Bayern schafft es, sein Stadion konstant bis auf den letzten Platz zu füllen. Mit einem Zuschauerschnitt von 49.482 liegt der effzeh auf Rang 16, knapp hinter Hertha BSC und noch vor Ajax Amsterdam oder den Glasgow Rangers.

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