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40 Jahre Sechserpack: Dieter Müllers Rekord für die Ewigkeit

Heute jährt sich Dieter Müllers Fabelrekord zum 40. Mal: Am 17. August 1977 schoss der Kölner Stürmer sechs Tore in einem Spiel!

Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

Heute jährt sich Dieter Müllers Fabelrekord zum 40. Mal: Am 17. August 1977 schoss der Kölner Stürmer sechs Tore in einem Spiel!

Wenn der 1. FC Köln am kommenden Sonntag in Mönchengladbach in die neue Bundesliga-Saison startet, dann ist es gleichzeitig der Einstieg in die 40-Jahre-Jubiläumssaison des Doubles – 1977/1978 gewann der effzeh, man mag es kaum glauben, sowohl die deutsche Meisterschaft als auch den DFB-Pokal. Torschützenkönig in dieser legendären Saison wurde damals ein gewisser Dieter Müller, in Offenbach geboren und seit 1973 in Köln. Zwischen 1973 und 1981 lief Müller 248 mal für die „Geißböcke“ auf, dabei erzielte der Mittelstürmer sagenhafte 159 Tore. Für die deutsche Nationalmannschaft traf er in zwölf Spielen neun Mal.

Für immer und ewig eingebrannt ins kollektive Gedächtnis der Fußball- und effzeh-Fans hat sich Müller aber wegen des 17. August 1977: Genau 40 Jahre ist es her, dass der Kölner im Bundesliga-Spiel gegen Werder Bremen sechs Tore erzielte. Damals schrieb man den dritten Spieltag der Bundesliga und es war nicht unbedingt abzusehen, dass der 1. FC Köln deutscher Meister werden würde. Das Auftaktspiel verlor man ausgerechnet beim Rivalen in Düsseldorf mit 1:5, danach konnte man allerdings durch einen Doppelpack des ersten „Millionen-Transfers“ Roger van Gool in der Bundesliga mit 2:1 gegen Bochum gewinnen. Der Niederländer bildete zusammen mit Dieter Müller ein gefährliches Offensiv-Duo. Im „Geißbockecho“ stand anlässlich des Heimspiels gegen Bremen in weiser Voraussicht auf der Titelseite: „Dieter Müller ging bisher leer aus, gegen Bremen kann und soll sich das ändern.“ Das tat es tatsächlich.

Dieter Müller 2011 in Offenbach | Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

Dieter Müller: Ein Fall für die Geschichtsbücher der Bundesliga

Bereits nach 32 Minuten hatte Müller gegen die Grün-Weißen einen Dreierpack erzielt. Nachdem er auch noch das vierte und das fünfte Tor nachlegen konnte, erzielte eine weitere effzeh-Legende das sechste Tor – Heinz Flohe traf in der 85. Minute. Kurz vor Schluss ließ Müller dann noch sein sechstes Tor folgen und stellte damit einen bis heute gültigen Rekord auf. Selbst der Namensvetter Gerd Müller, in den 1970er Jahren mit Abstand der torgefährlichste deutsche Stürmer, konnte da nicht mithalten. Obwohl der Münchner sage und schreibe viermal fünf Tore in einem Spiel erzielen konnte, schaffte er es nicht, die Bestmarke des Kölner Müllers zu übertreffen.

In der jüngeren Vergangenheit reichten lediglich Michael Tönnies (fünf Tore für den MSV Duisburg im August 1991 gegen den Karlsruher SC) und Robert Lewandowski (fünf Tore gegen den VfL Wolfsburg im September 2015) an Müllers Rekord heran.

„Es war wie im Rausch. Ich habe mir dann ein paar Kölsch mehr gegönnt. Es war eine Riesen-Euphorie und als ich ins Geißbockheim kam, haben die Leute geklatscht. Es war außergewöhnlich.“

Im Interview mit dem Fußballmagazin „11Freunde“ beschrieb Müller seinen Sahne-Tag damals wie folgt: „Ich war einfach besessen davon, Tore zu schießen. Ich sage Ihnen, wenn ich die Möglichkeit gehabt hätte, acht oder zehn Tore zu schießen, dann hätte ich das auch gemacht.“ Am Ende der für den effzeh so erfolgreichen Saison wurde Müller mit 24 Toren Torschützenkönig.

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